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Schneller, öfter, leiser

Es ist dunkel, Flutlichter erhellen die Baustelle. Ein Bagger fährt über einen Shotterweg, Bauarbeiter laufen daneben und tragen orangene Warnwesten.

Aktuell befinden wir uns in der Bauphase – sobald diese abgeschlossen ist, werden die RRX-Züge den Pendler*innen zwischen Dortmund und Köln einen komfortablen 15-Minuten-Takt ermöglichen.

Zwei Menschen fahren die Rolltreppe zu einem Bahnsteig hinunter und gleichzeitig fährt ein RRX ein. Ein RRX-Zug fährt in einen überdachten Bahnhof ein. Mehrere Personen stehen am Bahnsteig und schauen in Richtung Zug. Oberhalb von ihren Köpfen hängt eine Fahrgastinformationsanzeige.

Mehr Fahrzeuge, mehr Abfahrten, mehr Sitzplätze: Zwar bedeutet das für alle Fahrgäste weniger Wartezeit und mehr Komfort – andererseits können aber auch die Belastungen der Anwohner*innen durch mehr Lärm zunehmen.

Klar ist: Das Bahnland Nordrhein-Westfalen soll nicht auf Kosten der Menschen, die entlang der RRX-Linien leben, entstehen.

Schallschutz spielt daher eine zentrale Rolle ...

... im Ausbau der Infrastruktur für den RRX. 

Wie umfangreich ist der Lärmschutz an den RRX-Linien?

75 Kilometer

Schallschutzwände entstehen circa entlang der Strecke.

200 Kilometer

der Strecke werden circa als besonders überwachtes Gleis (BüG) eingestuft. Schienenlärm, der bepielsweise durch Verschleiß der Gleises entstehen kann, wird so verhindert.

1633 Gebäude

haben Anspruch auf Schallschutzmaßnahmen. Diese Zahl kann sich jedoch aufgrund von weiteren Planungsentscheidungen verändern.

Schallschutz für den RRX

An Neubaustrecken ist der Lärmschutz gesetzlich geregelt – hier ist Lärmvorsorge Pflicht.

Zum Erklärvideo

Für existierende Strecken gilt das Gesetz nicht. Hier entlastet die freiwillige Lärmsanierung.

Wie leise muss es nachts sein?

Um sicherzustellen, dass insbesondere nachts alle Vorgaben eingehalten werden, ermitteln Gutachter*innen die zu erwartende Lärmbelastung. Für die Lärmvorsorge (LV) gelten je nach Gebiet unterschiedliche Immissionsgrenzwerte.

- 47 dB(A) LV für Krankenhäuser und Schulen
- 54 dB(A) LV für Kern-, Dorf- und Mischgebiete
- 49 dB(A) LV für allgemeine und reine Wohngebiete
- 59 dB(A) LV für Gewerbegebiete
Zur Simulation

Berechnungen liefern verlässliche Prognosen für das Zugaufkommen der Zukunft. Expert*innen können für jedes Haus und jede Wohnung ausrechnen, wie hoch die Schallbelastung künftig sein wird.

Schemenhafte Darstellung eines Taschenrechners, der von einer Hand gehalten wird.

Aus den Ergebnissen der Untersuchungen werden anschließend die erforderlichen Maßnahmen zur Lärmvorsorge abgeleitet.

Ein Bauarbeiter ist im Profil zu sehen. Er trägt einen weißen Helm und eine orangene Warnschutzjacke. Nahaufnahme einer grünen Schallschutzmauer, die neben einem Gleis steht.

Die Gutachter*innen ermitteln für jede Situation die optimale Kombination aus aktiven Schallschutzmaßnahmen.

Zum Gutachterinterview

Wie entsteht eine Schallschutzwand?

Aktive Maßnahmen wirken direkt an Fahrzeugen oder im Gleisbereich. Am häufigsten kommen hier hochabsorbierende Schallschutzwände zum Einsatz. Aber auch Maßnahmen zur Lärmminderung an engen Gleisbögen oder Brückenbauwerken zählen zu den aktiven Schallschutzmaßnahmen.

Können die Grenzwerte mit aktiven Schallschutzmaßnahmen nicht eingehalten werden, ...

... kommen ergänzend passive Schallschutzmaßnahmen zum Einsatz.

Beim passiven Schallschutz werden direkt an den Gebäuden – also dort, wo die Schallwellen auftreffen – sogenannte schalltechnische Verbesserungen durchgeführt.

Schemenhafte Darstellung eines Hauses, neben dem eine Lärmschutzwand steht. Ein RRX-Zug fährt neben der Lärmschutzwand vorbei.

Geräuschloses Fahren wird es auch mit dem RRX nicht geben, ...

... doch mit den unterschiedlichen Maßnahmen gewinnt das Projekt die Akzeptanz der Anwohner*innen.

„Mit zahlreichen Mitteln arbeiten wir daran, den Schienenlärm an der Strecke Köln-Dortmund zu reduzieren. Für viele Anwohnerinnen und Anwohner wird es deutlich leiser."

Michael Kolle

Technischer Projektleiter RRX

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