Ein neues Werk für die Wartung

Meilenstein

Ein neues
Werk für
die Wartung

Mit dem Grund­stein für das War­tungs-​ und In­stand­hal­tungs­werk wur­de am 7. März in Dort­mund ein wich­ti­ger Mei­len­stein für die plan­mä­ßi­ge Um­set­zung des Rhein-​Ruhr-​Ex­press (RRX) ge­legt. Auf dem Ge­län­de an der Born­stra­ße will Sie­mens künf­tig die ge­ra­de im Bau be­find­li­chen RRX-​Zü­ge in­stand hal­ten und Ar­beits­plät­ze für 75 neue Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter schaf­fen.
 

Über ei­nen Zeit­raum von 32 Jah­ren wird Sie­mens in dem Werk al­le 82 RRX-​Zü­ge war­ten und in­stand hal­ten mit dem Ziel, ei­ne na­he­zu hun­dert­pro­zen­ti­ge Ver­füg­bar­keit der Fahr­zeu­ge si­cher­zu­stel­len. Da­mit das funk­tio­niert, setzt Sie­mens auf ein vor­aus­schau­en­des War­tungs­sys­tem. Da­bei sol­len mo­derns­te Dia­gno­se-​ und Ana­ly­se­sys­te­me vor­aus­schau­end da­zu bei­tra­gen, dass mög­li­che Feh­ler vor­zei­tig er­kannt und be­ho­ben wer­den. Am Dort­mun­der Stand­ort schafft das Un­ter­neh­men 75 Ar­beits­plät­ze – für die In­stand­hal­tung und Rei­ni­gung der Zü­ge, in der Ver­wal­tung und zur Be­wa­chung der An­la­ge. „Das nächs­te Etap­pen­ziel ist er­reicht“, mach­te NRW-​Ver­kehrs­mi­nis­ter Mi­cha­el Gro­schek bei der fei­er­li­chen Ze­re­mo­nie zur Grund­stein­le­gung deut­lich. Der RRX wer­de den schie­nen­ge­bun­de­nen Per­so­nen­nah­ver­kehr des Lan­des re­vo­lu­tio­nie­ren, die Si­tua­ti­on hun­dert­tau­sen­der Pend­ler nach­hal­tig ver­bes­sern so­wie neue Maß­stä­be et­wa hin­sicht­lich Kom­fort, Takt-​ und Rei­se­zei­ten set­zen. Auch Mar­tin Hus­mann, Vor­stands­spre­cher des Ver­kehrs­ver­bunds Rhein-​Ruhr (VRR), be­ton­te im Na­men der am Pro­jekt be­tei­lig­ten Auf­ga­ben­trä­ger für den Schie­nen­per­so­nen­nah­ver­kehr den Stel­len­wert des neu­en Wer­kes: „Ich freue mich be­son­ders für die Fahr­gäs­te, denn die heu­ti­ge Grund­stein­le­gung mar­kiert ei­ne be­deu­ten­de In­ves­ti­ti­on in die Zu­kunft für die täg­lich rund 2,4 Mil­lio­nen Men­schen, die im Schie­nen­per­so­nen­nah­ver­kehr im Land un­ter­wegs sind. Wir er­war­ten, dass das neue Dort­mun­der Werk bald maß­geb­lich da­zu bei­trägt, ei­ne best­mög­li­che Ein­satz­fä­hig­keit der neu­en Fahr­zeu­ge zu ga­ran­tie­ren.“

So groß wie zehn Fußballfelder

Das Werks­ge­län­de ist rund 70.000 Qua­drat­me­ter groß und ent­spricht da­bei der Flä­che von et­wa zehn Fuß­ball­fel­dern. Den Mit­tel­punkt bil­det ei­ne Fahr­zeug­hal­le, die über sechs Glei­se ver­fügt und Platz für gleich meh­re­re RRX-​Zü­ge bie­tet. Hin­zu kom­men un­ter an­de­rem ein drei­ge­schos­si­ges La­ger, ei­ne An­la­ge zur Au­ßen­rei­ni­gung, ei­ne Un­ter­flur­dreh­ma­schi­ne für die Rad­satz­über­ar­bei­tung und ei­ne Rad­satz­dia­gno­se­an­la­ge. Dr. Jo­chen Eick­holt, CEO Sie­mens Mo­bi­li­ty, ist zu­frie­den, dass das Werk mit der Grund­stein­le­gung nun plan­mä­ßig in die ent­schei­den­de Bau­pha­se kommt: „In Dort­mund-​Eving über­füh­ren wir den Ser­vice und die War­tung von Zü­gen in das di­gi­ta­le Zeit­al­ter. Wir be­nut­zen Al­go­rith­men, um von den Zü­gen ge­lie­fer­te Da­ten zu ana­ly­sie­ren und kön­nen so Fehl­funk­tio­nen be­he­ben, be­vor sie über­haupt ein­tre­ten. So kön­nen wir un­se­rem Kun­den VRR und al­len Fahr­gäs­ten ei­ne über 99-​pro­zen­ti­ge Ver­füg­bar­keit un­se­rer Zü­ge ga­ran­tie­ren. Wir freu­en uns, dass wir die­ses De­pot in Dort­mund er­rich­ten kön­nen.“ Sie­mens in­ves­tie­re dort rund 80 Mio. Eu­ro.

Das Werk wer­de be­son­ders en­er­gie­ef­fi­zi­ent sein und die Wer­te­vor­ga­ben der neu­en Eu­ro­päi­schen En­er­gie­spar­ver­ord­nung EnEV um 15 Pro­zent un­ter­schrei­ten. Es soll be­reits Mit­te 2018 sei­nen Test­be­trieb auf­neh­men. Grund­stücks­ei­gen­tü­mer ist der VRR, der die Flä­che von der Deut­schen Bahn ge­kauft hat. Über ei­nen Teil der Flä­che ist ein bis zum Jahr 2050 gel­ten­der Erb­bau­rechts­ver­trag mit der Sie­mens AG ge­schlos­sen wor­den. Über die Stand­ort­wahl und die da­durch ge­schaf­fe­nen neu­en Ar­beits­plät­ze in Dort­mund freut sich auch Ober­bür­ger­meis­ter Ull­rich Sier­au: „Das Ge­län­de des ehe­ma­li­gen Gü­ter­bahn­hofs hier an der Born­stra­ße ist ide­al für die­se Zu­kunfts­in­ves­ti­ti­on. Der RRX wird Im­pul­se für die Rhein-​Ruhr-​Re­gi­on ent­schei­dend be­flü­geln. Die Grund­stein­le­gung für die­se mo­der­ne In­fra­struk­tur-​Ein­rich­tung ist für Dort­mund und West­fa­len ein er­freu­li­cher Bei­trag zur Stand­ort-​ und Stadt­ent­wick­lung.“