Baustart für den RRX

Meilenstein

Baustart für
den RRX

Großer Bahnhof für den Rhein-Ruhr-Express (RRX): Mit einem symbolischen Akt gab NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft gemeinsam mit Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur Deutsche Bahn, Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und Infrastruktur, NRW-Verkehrsminister Michael Groschek und der Kölner Verkehrsdezernentin Andrea Blome am 8. März den Startschuss für den Aus- und Umbau der Schieneninfrastruktur. Damit haben die Baumaßnahmen für das wichtigste Schienenprojekt des Landes offiziell begonnen.
 

Der Aus-​ und Um­bau der Schie­nen­in­fra­struk­tur bil­det die Ba­sis für ei­nen er­folg­rei­chen Be­trieb des RRX. Der Plan­fest­stel­lungs­ab­schnitt 1.1 zwi­schen Köln-​Mül­heim Gü­ter­bahn­hof und Köln-​Stamm­heim ist da­bei der ers­te Stre­cken­teil, für den Bau­recht vor­liegt. Ins­ge­samt wer­den auf der 106 Ki­lo­me­ter lan­gen Stre­cke zwi­schen Köln-​Mül­heim und Dort­mund in den kom­men­den Jah­ren 84 Ki­lo­me­ter Glei­se neu-​ oder um­ge­baut, die Stre­cke mit 70 zu­sätz­li­chen Wei­chen aus­ge­stat­tet und mehr Über­hol­mög­lich­kei­ten ge­schaf­fen. Zu­sätz­lich er­folgt die Mo­der­ni­sie­rung von acht Bahn­hö­fen auf dem Kern­kor­ri­dor, der Neu­bau von elf Brü­cken und die Ver­brei­te­rung von 26 Brü­cken. Die­se Her­ku­lesauf­ga­be stem­men die Be­tei­lig­ten bei lau­fen­dem Be­trieb auf ei­ner der am dich­tes­ten be­fah­re­nen Stre­cken in Nord­rhein-​West­fa­len mit ei­ner en­gen in­ner­städ­ti­schen Be­bau­ung. Mi­nis­ter­prä­si­den­tin Kraft sag­te an­läss­lich des ers­ten Spa­ten­stichs zum Aus­bau der Schie­nen­we­ge: „Heu­te ist ein be­deu­ten­der Tag für un­ser Land. Wir ha­ben ei­nen wich­ti­gen Mei­len­stein er­reicht, für die Pend­ler und die Wirt­schaft. Mit dem RRX er­rei­chen wir ei­ne neue Qua­li­täts­stu­fe für die Mo­bi­li­tät in NRW; sie wird leis­tungs­fä­hi­ger, zu­ver­läs­si­ger und mo­der­ner.“

Moderne Mobilität an Rhein, Ruhr und Lippe

Nach dem Aus­bau der In­fra­struk­tur wird auf dem der­zeit hoch aus­ge­las­te­ten Kern­kor­ri­dor ein Vier­tel­stun­den­takt mög­lich sein und da­mit ei­ne mo­der­ne, zu­kunfts­ori­en­tier­te Mo­bi­li­tät. „Je­der in die In­fra­struk­tur in­ves­tier­te Eu­ro für den Rhein-​Ruhr-​Ex­press ist ein Bei­trag für mehr Mo­bi­li­tät“, mach­te Ro­nald Po­fal­la deut­lich. „Denn mit neu­er In­fra­struk­tur sor­gen wir für hö­he­re Ka­pa­zi­tät und Qua­li­tät im Re­gio­nal­ver­kehr.“ Das Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um hat den RRX im neu­en Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plan in den „Vor­dring­li­chen Be­darf Eng­pass­be­sei­ti­gung“, die höchs­te Dring­lich­keits­stu­fe, ein­ge­stellt, und da­mit die Ba­sis für den nun ge­star­te­ten Aus-​ und Um­bau der Schie­nen­we­ge ge­legt. Die Kos­ten der Be­darfs­plan­maß­nah­me des Bun­des wer­den auf rund 2,5 Mil­li­ar­den Eu­ro ge­schätzt. „Der Rhein-​Ruhr-​Ex­press ist für den Bund von her­aus­ra­gen­der Be­deu­tung“, be­ton­te Enak Fer­le­mann. „Mit ihm set­zen wir un­ser Ziel um, mehr Ver­kehr auf die Schie­ne zu brin­gen. Der RRX wird die Städ­te in der Me­tro­pol­re­gi­on Rhein-​Ruhr im Vier­tel­stun­den­takt mit­ein­an­der ver­bin­den. Ein enor­mer Mo­bi­li­täts­fort­schritt für Pend­ler und Rei­sen­de. Der RRX wird so­mit zum zen­tra­len Rück­grat des Per­so­nen­ver­kehrs in NRW.“ Auf ei­nen sol­chen Ef­fekt setzt auch Mi­nis­ter Gro­schek: „Durch den RRX kön­nen täg­lich rund 24.000 Per­so­nen­fahr­ten vom Au­to zum ÖPNV ver­la­gert wer­den. So er­rei­chen wir un­ser Ziel, mehr Ver­kehr von der Stra­ße auf die Schie­ne zu brin­gen. Ge­ra­de im Rhein-​Ruhr-​Raum, dem dich­tes­ten Bal­lungs­ge­biet Eu­ro­pas, ist ei­ne ver­bes­ser­te Schie­nen­in­fra­struk­tur un­be­dingt not­wen­dig. Der RRX bie­tet mehr Kom­fort und Pünkt­lich­keit für Bahn­rei­sen­de und Pend­ler, au­ßer­dem we­ni­ger Staus auf den Stra­ßen in NRW – das nen­ne ich Mo­bi­li­tät der Ex­tra­klas­se.“

Bürgerbeteiligung als Grundstein für Akzeptanz

Das The­ma Schall­schutz spielt bei den Aus­bau­maß­nah­men zum RRX ei­ne her­aus­ge­ho­be­ne Rol­le. An der Stre­cke sind um­fang­rei­che Schall­schutz­maß­nah­men vor­ge­se­hen. So ist un­ter an­de­rem der Bau von 44 Ki­lo­me­ter hoch­ab­sor­bie­ren­den Schall­schutz­wän­den ge­plant. Durch das Zu­sam­men­spiel von ak­ti­vem und pas­si­vem Schall­schutz kön­nen die Aus­wir­kun­gen des Lärms deut­lich ge­min­dert wer­den. Bei der ge­sam­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on zum Pro­jekt set­zen die be­tei­lig­ten Ak­teu­re auf die en­ge Ein­be­zie­hung al­ler Be­trof­fe­nen und der Öf­f­ent­lich­keit. „Die frü­he Be­tei­li­gung und der of­fe­ne Dia­log mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern ist der Grund­stein für die Ak­zep­tanz von In­fra­struk­tur­maß­nah­men in der Be­völ­ke­rung – und da­mit auch ein Er­folgs­fak­tor für den RRX“, sagt Ro­nald Po­fal­la.

 

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