Manuel Teichelkamp steht in Baustellenkleidung in einem Gleisbett neben einer grünen Schallschutzwand.

Im Ausbau Vom Bleistiftstrich zur Schallschutzwand

Hunderte Meter lang und zwischen zwei bis sechs Meter hoch: Wenn im Rahmen der RRX-Baumaßnahmen in Langenfeld Schallschutzwände entlang der Strecke errichtet werden, hat Manuel Teichelkamp den Überblick. Als Projektingenieur der DB Netz AG koordiniert, plant und begleitet er die Arbeitsschritte bis zum Projektabschluss in seinem Abschnitt – und ist dabei viel unterwegs.

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Entwürfe aus Beton und Stahl

Der Bauhelm passt, die Warnschutzjacke sitzt – genau wie der prüfende Blick auf die neuesten Fortschritte entlang des Bauabschnitts PFA 1.3, dem Planfeststellungsabschnitt in Langenfeld. Hier werden neue Schallschutzwände mit einer Länge von insgesamt 2,3 Kilometern errichtet. „Außenstehende denken vielleicht, dass ich den ganzen Tag nur an meinem Schreibtisch sitze und mich allein durch unzählige Pläne arbeite“, lacht Manuel Teichelkamp. „Aber das ist zum Glück nicht so. Auch wenn es nach Klischee klingt: Für mich ist kein Tag wie der andere und das mag ich sehr an meinem Beruf.“

Als Projektingenieur trägt er die Verantwortung dafür, dass von der Planung bis zur Ausführung auf der Baustelle alles nach Plan läuft. „Geltende Schallschutzbestimmungen legen nach umfassenden Gutachten fest, ob und wie hoch eine Schallschutzwand gebaut werden soll. Fällt die Entscheidung positiv aus, geht es zuerst an die Entwurfsplanung“, erklärt er. Hier wurde bereits in der frühen Planungsphase durch ein Ingenieurbüro herausgearbeitet, wie die Wand genau platziert wird und anschließend das Baurecht für den Bau beschafft. Ist dieser Schritt abgeschlossen, folgen die Ausführungsplanung und Herstellung, welche Manuel Teichelkamp derzeit betreut. „Hier geht es darum, theoretische Pläne in die Realität zu übersetzen. Wir vermessen alles ganz genau und stellen uns auf die jeweiligen Gegebenheiten ein“, so Teichelkamp. „Dass das sehr herausfordernd sein kann, hat sicher jeder von uns schon einmal erlebt. Mit Theorie und Praxis ist das im echten Leben manchmal eine spannende Sache.“

Weniger Staub, mehr Bewegung

Doch aus Teichelkamps Sicht lässt sich zu jedem Problem auch eine Lösung finden. Alles, was es dazu braucht: einen Blick über den Tellerrand. „Gerade bei so einem großen Projekt – dem größten Schieneninfrastrukturprojekt in NRW, um genau zu sein – treffen unfassbar viel geballtes Wissen und ganz unterschiedliche Menschen und Kompetenzen aufeinander“, betont er. „Wir müssen über unsere Aufgabenbereiche hinausdenken und haben damit als Team das Verständnis für das große Ganze – und deswegen kann letztendlich doch jedes Rädchen ins andere greifen und funktionieren.“ Für den Projektingenieur ist daher Kommunikation einer der wichtigsten Bausteine im RRX-Projekt: „Den Hauptbestandteil meines Berufs sehe ich darin, den Austausch zu stärken. Ich muss moderieren, vermitteln, Interessen zusammenführen und Kompromisse finden und das Hand in Hand mit einer Vielzahl an Kolleginnen und Kollegen die Themen wie den Grunderwerb, den Umweltschutz oder die Realisierung anderer Bauwerke in dem Bereich betreuen.“

Und auch wenn er dabei manchmal auf bürokratische Hürden trifft, macht ihm das nichts aus. Sein Job sei dadurch weder verstaubt noch eingeschränkt. „Im Gegenteil: Ich kann richtig etwas bewegen und kann wortwörtlich der Idee des RRX beim Wachsen zusehen“, erklärt er. „Deutschland mag ein bürokratisches Land sein – aber nirgendwo sonst wird so sehr auf Sicherheitsrichtlinien geachtet und Interessen von Anwohnerinnen und Anwohnern so sehr berücksichtigt.“ Was ihn an seinem Beruf am meisten fasziniert, weiß er genau: Beobachten zu können, wie die eigenen Ideen sowie Lösungen im Projekt später buchstäblich aus dem Boden wachsen, ist wirklich etwas Besonderes.

DB Netz AG

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