Vier Gleise verlaufen nebeneinander im Gleisbett.

Im Ausbau Gleisausbau
in Leverkusen:
Vier gewinnt

Die Rheinschiene soll die Pulsader des Bahnlands werden – aktuell gilt jedoch unter anderem der Abschnitt Langenfeld-Leverkusen als Nadelöhr. Ein langjähriger Ausbau der Infrastruktur soll den Knoten lösen. Das Ziel: Freie Fahrt für den RRX!

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Drei Gleise sind zu wenig

Aktuell ist der Abschnitt Langenfeld–Leverkusen nicht vollständig viergleisig. Während der Fern- und Regionalverkehr auf den beiden östlichen Gleisen unterwegs ist, steht dem S-Bahnverkehr abschnittsweise nur ein Gleis zur Verfügung. Aus diesem Grund werden weitere Verkehre – beispielsweise im regionalen Güterverkehr – auf die beiden Fernverkehrsgleise geleitet. Von Süden kommend müssen diese Güterzüge jedoch die Gleise kreuzen, um die westlich gelegenen Anschlussgleise beliefern zu können. Insbesondere der Gegenverkehr auf dem S-Bahn-Gleis kommt beim Linksabbiegen der Güterzüge zum Erliegen. Auch wenn der überregionale Güterverkehr über Ratingen geleitet wird, bleibt eine Anzahl von etwa 20 Güterzügen am Tag, die in Leverkusen verkehren müssen.

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Am S-Bahnsteig fehlt eine Kante

Am Bahnhof Leverkusen Mitte teilen sich die S-Bahnen aus nördlicher und südlicher Richtung eine Bahnsteigkante. S-Bahnen aus beiden Fahrtrichtungen müssen den Bahnhof daher abwechselnd anfahren. Hält ein Fahrzeug länger als geplant am Bahnsteig, blockiert es den Korridor zwischen Köln und Benrath in beide Richtungen – es kommt zu Verspätungen im gesamten Netz. Gleichzeitig wird es für Züge aus dem Norden immer schwieriger, in den dichtbefahrenen Kölner Knoten einzufahren.

Pendeln ohne Kopfschmerzen

Ein Kernziel des RRX-Projekts ist die Umsetzung eines 15-Minuten-Takts zwischen Dortmund und Köln. Damit dieses Ziel erreicht wird, laufen aktuell bereits erste Baumaßnahmen an den Ferngleisen zwischen Langenfeld und Leverkusen – bis 2024 wird die gesamte Strecke viergleisig ausgebaut. Güterzüge werden dann auf den beiden westlichen S-Bahn-Gleisen verkehren, so dass das Abbiegen der Güterzüge Richtung Westen keine Behinderungen mehr verursacht. Der RRX teilt sich die beiden östlichen Gleise ausschließlich mit dem Fernverkehr. Ab Düsseldorf-Benrath ist dann ein sechsgleisiger Ausbau geplant, da dort der RRX vom Fernverkehr eingeholt wird. Fernverkehrszüge haben zwischen Köln und Düsseldorf keine Halte und sind daher etwas schneller. Eine zusätzliche Bahnsteigkannte in Leverkusen Mitte verbessert zudem Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der S-Bahn-Linien.

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RRX-INFO

SCHON GEWUSST?

Um zu ermitteln, wie das Angebot auf der Schiene in NRW ausgeweitet werden muss, führten Fachleute eine Eisenbahnbetriebswissenschaftliche Untersuchung (EBWU) durch. Das Vorgehen wurde mit dem Eisenbahn-Bundesamt abgestimmt und ermöglicht die Infrastrukturplanung auf Basis von Qualitäts- und Leistungskenngrößen. Dabei betrachteten die Experten unter anderem die Kapazitäten unterschiedlicher Korridore. Mit Blick auf den Abschnitt Langenfeld–Leverkusen kam die EBWU zu dem Ergebnis, dass zur Verbesserung von Angebot und Qualität der Gleisausbau sowie der zusätzliche Bahnsteig in Leverkusen Mitte notwendig sind.

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