Hitze in NRW: Wie der RRX für frischen Wind sorgt

Hintergrund

Hitze in NRW: Wie der RRX für frischen Wind sorgt

Die Rekordhitze der vergangenen Monate hat gezeigt: Der RRX bleibt cool. Denn selbst bei Außentemperaturen von bis zu 40 Grad, bei denen Geräte in älteren Zügen häufiger den Betrieb einstellen, arbeiten die Klimaanlagen an Bord des RRX verlässlich. Die Reaktion der Pendler ist durchweg positiv.

 

Im hitzigen Pendleralltag bietet der RRX eine willkommene Abkühlung, denn die Klimaanlagen an Bord der Fahrzeuge halten für einen Temperaturbereich, der in unseren Breitengraden üblich ist, sogenannte Sollwerte ein. Der Sollwert ist abhängig von der Außentemperatur – die Klimaanlagen errechnen den Wert anhand einer Kurve und passen die Innentemperatur automatisch an. Sind es draußen beispielsweise 35 Grad, kühlen die Geräte an Bord die Abteile auf etwa 26 bis 27 Grad herunter. Über Klimakanäle gelangt die Luft in die Abteile und verteilt sich dort gleichmäßig. „Bei der Konstruktion konnten wir auf Erfahrungswerte aus deutlich heißeren Ländern zurückgreifen. Die Klimaanlagen sind also auf Extremtemperaturen ausgelegt, ohne überdimensioniert zu sein", erläutert Marcus Schwarz von der Siemens Mobility GmbH.

Legende:
Sollwertkurve für die RRX-Fahrzeuge
Tem Mittelwert der Außentemperatur in °C
Tic Sollwert der Innentemperatur in °C

Abkühlung aus Ostasien

In den doppelstöckigen Mittelwagen hat Siemens Mobility jeweils an beiden Wagenenden Klimaanlagen verbaut, um sicherzustellen, dass der gesamte Innenraum ausreichend klimatisiert wird. Zudem bleibt der Wagen auch dann klimatisiert, wenn eine Klimaanlage ausfällt. „Für die Mittelwagen wurde von unserem japanischen Lieferanten extra ein neues Konzept entwickelt. Dabei haben wir Entwicklung, Bau und Klimakammertests Schritt für Schritt begleitet und die Ergebnisse gemeinsam optimiert. Die Zusammenarbeit mit asiatischen Unternehmen ist erprobt, da wir bereits mit einer Reihe von Lieferanten aus dem asiatischen Raum erfolgreich Projekte abgeschlossen haben“, betont Schwarz.

Schneller Service, wenig Ausfälle

Während die meisten Züge mit ähnlich großen Fahrgastkapazitäten durchgehend aus doppelstöckigen Wagen bestehen, verfügt ein RRX-Fahrzeug über einstöckige Endwagen. So war es möglich, die in Europa gefertigten Klimaanlagen für die Endwagen – anders als bei den Doppelstockwagen – auf dem Fahrzeugdach anzubringen, was insbesondere die Wartung erleichtert. Die Technik ist unkompliziert von außen zugänglich, die Mitarbeiter können defekte Teile oder verschmutzte Filter einfach reparieren oder ersetzen. Die Instandhaltung der Fahrzeuge erfolgt im Rail Service Center in Dortmund-Eving, das Depot wurde extra für die Wartung der RRX-Fahrzeuge gebaut.

„Sobald ein Fehler – beispielsweise an einer der Klimaanlagen – auftritt, holen wir das Fahrzeug in unser Dortmunder Depot und bringen es anschließend schnellstmöglich zurück auf die Strecke. Aktuell sind 99 Prozent der Klimaanlagen in Betrieb. An heißen Sommertagen spüren die Fahrgäste natürlich besonders, dass unsere Anlagen zuverlässig arbeiten.“
Marcus Schwarz, Siemens Mobility GmbH