Kampfmittelsondierung in Leverkusen

Hintergrund

Kampfmittelsondierung in Leverkusen

Zwischen Leverkusen und Langenfeld laufen die Arbeiten für den RRX auf Hochtouren. Die Strecke wird viergleisig ausgebaut, um den künftigen 15-Minuten-Takt realisieren zu können. Dafür sind zunächst wichtige Grundlagenarbeiten erforderlich.

 

Neben dem Bau zahlreicher Kabelkanäle muss der Untergrund auf Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht werden – eine Mammutaufgabe, die allein in diesem Jahr mehr als 5000 Bohrungen notwendig macht. Nach der Erstellung eines Bohrkonzepts misst die Kampfmittelfirma die Punkte für die Bohrungen ein. Anschließend wird zunächst vorgeschachtet, um keine Leitung zu treffen, bevor ein Bohrer bis zu zehn Meter tiefe Löcher bohrt. Über eine Sonde lässt sich anschließend erkennen, ob im Umkreis verdächtige Gegenstände liegen.

 

Optimierung der Arbeitsschritte

„Normalerweise übernimmt ein separater Dienstleister die Vorbohrungen und anschließend der Kampfmittelbeseitigungsdienst die nähere Untersuchung mit der Sonde“, beschreibt Hanno Stührenberg, Projektingenieur bei DB Netz, die Vorgehensweise. „Im Rahmen eines Pilotprojekts für den RRX konnte eine Optimierung dieser Arbeitsschritte erreicht werden. Das beschleunigt das ganze Verfahren natürlich.“ Dennoch bleiben die Kampfmittelsondierungen aufwendig und werden in diesem Streckenabschnitt noch mindestens bis März 2021 dauern. „Es gibt immer mal wieder Anomalien bei solchen Untersuchungen, wobei es sich in den meisten Fällen nur um Metallschrott im Boden handelt. Zudem sind immer dann Sperrungen erforderlich, wenn es sich um Arbeiten im Gleisbereich handelt“, so Stührenberg.

 

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