Baustelle an einem Schienen-Teilstück mit Ampelanlage.

Hintergrund

Ein neues Stellwerk für Düsseldorf

Der Aus- und Umbau der Schieneninfrastruktur bildet die Basis für den erfolgreichen Betrieb des RRX. Dazu gehören nicht nur zusätzliche Gleise, sondern auch eine moderne Leit- und Sicherungstechnik. Der Bau des elektronischen Stellwerks (ESTW) in Düsseldorf ist daher ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Zielkonzept.
 

Stellwerke bilden das Nervensystem des Schienenverkehrs. Von hier aus werden die Züge auf die richtigen Gleise gelenkt, die Weichen gestellt und die Signale geschaltet. Um den anvisierten 15-Minuten-Takt auf der Kernstrecke zwischen Köln und Dortmund realisieren zu können, wird in Düsseldorf, aber auch in Langenfeld und Leverkusen, ein neues elektronisches Stellwerk (ESTW) gebaut. Im Endzustand wird das ESTW Düsseldorf neun bestehende Stellwerke zwischen Leverkusen und Düsseldorf-Kalkum ersetzen. Der Stellbereich erstreckt sich über eine Länge von rund 43 Kilometern. Damit ist es eines der größten elektronischen Stellwerke in Deutschland. Die Hauptbauarbeiten in Düsseldorf beginnen ab 2021.

Steuerung per Mausklick

In einem Stellwerk hat ein Fahrdienstleiter alle Strecken und Bahnhöfe in seinem Stellbereich im Blick. Von hier lenkt er die Züge auf die richtigen Gleise, stellt die Weichen und schaltet die Signale. Fährt ein Zug in einen festgelegten Abschnitt zwischen zwei Signalen – einen sogenannten Blockabschnitt – ein, melden Achszähler am Gleis die Einfahrt an das ESTW und „blocken“ den Streckenabschnitt für nachfolgende Zugfahrten. Das ESTW gibt den Abschnitt erst wieder frei, sobald die Achszähler am Ende des Blockabschnitts die Ausfahrt registriert haben. Dann wird der freie Abschnitt „entblockt“. Über Signale wird dem Zugführer gemeldet, ob der nächste Blockabschnitt frei ist und er somit einfahren darf.

In drei Schritten durch den Stellbereich

  1. Die Achszähler in den Gleisen melden die Ein-/Ausfahrt der Züge an das ESTW.
  2. Das ESTW steuert die Signale und gibt den Block frei, sofern sich kein Zug darin befindet.
  3. Das Blocksignal informiert den Zugführer über eine Einfahrt in den Block.

In drei Schritten durch den Stellbereich

[Hier wäre eine grafische Darstellung der nachfolgenden Erklärung zu sehen. Zu sehen ist ein Schienenabschnitt (Block) der am unteren und oberen Ende je eine Ampel besitzt. Die untere Ampel ist rot und daneben sind schematisch die Achszähler in den Gleisen gezeigt. Die obere Ampel ist grün und daneben steht, dass es sich hier um das Blocksignal handelt. Mittig der Grafik und ein Stück versetzt vom Gleis steht das ESTW-Gebäude. Auf dem Block steht ein RRX-Fahrzeug.]

Der Ablauf:

Zuerst melden die Achszähler in den Gleisen die Ein-/Ausfahrt der Züge an das ESTW. Das ESTW steuert daraufhin die Signale und gibt den Block frei, sofern sich kein Zug darin befindet. Das Blocksignal informiert dabei den Zugführer über eine Einfahrt in den Block.

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