Im Ausbau Streckensperrung:
Das passiert in
Langenfeld und
Leverkusen

Nur mit einem starken und zuverlässigen Schienennetz kann die Vision eines 15-Minuten-Takts für den RRX zwischen Dortmund und Köln Realität werden. Auch in Langenfeld und Leverkusen finden daher im Rahmen des RRX-Projekts Ausbaumaßnahmen statt: In den Osterferien ist eine Sperrung der Strecke zwischen Düsseldorf und Köln-Mülheim erforderlich.

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Darum wird die Strecke komplett gesperrt

„2021 nimmt der Infrastrukturausbau in Langenfeld und Leverkusen so richtig Fahrt auf“, so Artur Wiatowski, Projektverantwortlicher für die Abschnitte Langenfeld und Leverkusen bei der DB Netz AG. „Die Baumaßnahmen sind notwendig. Nur so können wir im bevölkerungsreichsten Bundesland langfristig Entlastung für Straßen und Pendlerverkehr schaffen. Auch wenn dies Einschränkungen für bestimmte Strecken- und Zeitabschnitte unumgänglich macht.“ Auch in Langenfeld und Leverkusen sind diese Auswirkungen spürbar: Seit 26. März bis zum 12. April werden neben vier neuen Weichen auf dem östlichen Fernbahngleis neue Fundamente für Oberleitungs- und Signalmasten gegründet und der Erschütterungsschutz auf der Strecke verbessert.

Nicht immer sind bei solch umfassenden Baumaßnahmen Teilsperrungen möglich, weiß Artur Wiatowski. Dass in einigen Fällen Strecken komplett gesperrt werden müssen, habe zwei entscheidende Gründe. „Zum einen verlegen wir bei einer Gleiserweiterung nicht einfach neue Schienen – die bestehende Infrastruktur, beispielsweise Brücken, muss ebenfalls angepasst werden. Daher ist es nicht möglich, Züge auf diesen Abschnitten parallel zum Ausbau weiter fahren zu lassen“, so Pietsch. „Selbiges gilt für den zweiten Aspekt: Wird an der Oberleitung oder am „Ampelsystem“, der Leit- und Sicherungstechnik, gearbeitet und Kabel unterhalb der Gleise verlegt, kann ebenfalls kein Betrieb stattfinden.“ Entscheidend dabei: Synergien effizient zu nutzen. Werden innerhalb der Sperrphasen die zahlreichen Ausbaumaßnahmen sowie weitere Instandhaltungsmaßnahmen gebündelt umgesetzt, können die Beeinträchtigungen für Anwohner/innen und Fahrgäste auf ein Minimum reduziert werden.

Und der Aufwand lohnt sich: Neben neuen Bahnsteigen und Dächern soll der Bahnhof Leverkusen Mitte perspektivisch barrierefrei ausgebaut und um drei Aufzüge ergänzt werden. Zusätzlich entstehen rund fünf Kilometer Lärmschutzwände entlang der Strecke. „In der Osterpause legen wir den Grundstein für diese Maßnahmen“, weiß Artur Wiatowski. „Leverkusen und Langenfeld erhalten als erste Ausbaustufe des ESTW Düsseldorf moderne Stellwerke. 91 Signale werden dafür neu aufgestellt.“

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Rücksicht auf Pendler und Anwohner nehmen

„In dem gesamten Projekt bewegen wir uns stets in einem Balanceakt verschiedener Bedürfnisse“, betont die Referentin Stakeholdermangent und Öffentlichkeitsarbeit der DB Netz AG. Pendlerinnen und Pendler möchten schnell und ohne Einschränkungen an ihr Ziel. Gleichzeitig muss ein Großteil der Baumaßnahmen am Tag stattfinden, um auf Anwohnerinnen und Anwohner nahe der Baustellen Rücksicht zu nehmen. Deshalb finden Baumaßnahmen häufig in den Ferien statt, um den Verkehr in Pendlerhochzeiten nicht zusätzlich zu belasten.

„Gerade so ein großes Infrastrukturprojekt wie das des RRX funktioniert nur in gemeinsamer Zusammenarbeit“, so Julia Pietsch. Denn auch wenn langfristig viele Menschen vom RRX profitieren, sind bis dahin gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis Voraussetzung für weiteren Fortschritt. „Wir machen auch Dreck, wir machen auch Lärm – aber wir verändern die Mobilität auch zu etwas Großem. Deswegen ist es sehr wichtig, alle Beteiligten durch rechtzeitige und transparente Informationen auf dem Weg mitzunehmen – in Coronazeiten natürlich digital.“

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Die Ersatzkonzepte im Detail

Auf der Strecke zwischen Köln-Mülheim und Langenfeld sowie zwischen Langenfeld und Düsseldorf Hbf bringen Ersatzbusse die Fahrgäste ans Ziel – sie halten an allen Zwischenhaltestellen. Zusätzliche Schnellbusse entlasten den Verkehr zwischen Langenfeld und Leverkusen sowie zwischen Langenfeld und Düsseldorf-Benrath.

Die Züge der RE 1 (RRX) werden zwischen Düsseldorf Hbf und Köln-Mülheim umgeleitet und halten daher nicht Düsseldorf-Benrath und Leverkusen Mitte. Die Züge der Linie RE 5 (RRX) werden zwischen Duisburg Hbf und Köln Süd umgeleitet und halten dadurch nicht in Düsseldorf Flughafen, Düsseldorf Hbf, Düsseldorf-Benrath, Leverkusen Mitte, Köln-Mülheim, Köln-Messe/Deutz und Köln Hbf. Zusätzlich halten diese Züge in Neuss Hbf. Für beide Regionalexpresslinien wird ein Ersatzverkehr mit Schnellbussen zwischen Düsseldorf Hbf und Köln-Mülheim eingerichtet. Diese Busse halten nur in Düsseldorf-Benrath und Leverkusen Mitte.

Die Züge der S 68 fallen zwischen Düsseldorf und Langenfeld aus. Als Ersatz verkehren Busse mit allen Zwischenstationen.

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