Baustellentagebuch: Abzweigestelle Mülheim

Hintergrund

Baustellen-tagebuch:
Abzweigestelle
Mülheim

Der Stre­cken­aus­bau für den RRX schrei­tet vor­an: Im April ist Bau­be­ginn für die neue Ab­zweig­stel­le in Mül­heim.


Vier Wei­chen und klei­ne­re An­pas­sun­gen an der Ober­lei­tung – mehr ist nicht nö­tig, da­mit der RRX mög­lichst stö­rungs­frei von Duis­burg nach Es­sen fah­ren kann. Die neue Ab­zweig­stel­le im Mül­heim er­mög­licht dem heu­ti­gen Re­gio­nal­ex­press 2 (RE 2) zu­künf­tig zwi­schen den Glei­sen zu wech­seln, und zwar bei Ge­schwin­dig­kei­ten von bis zu 100 Ki­lo­me­tern pro Stun­de. Da­mit las­sen sich lang­sa­me Zü­ge leich­ter über­ho­len. Von der Bau­maß­nah­me be­trof­fen ist ein zwei Ki­lo­me­ter lan­ger Stre­cken­ab­schnitt in Mül­heim, der von der Stadt­gren­ze Duis­burg bis zur Stadt­gren­ze Es­sen reicht. Im April star­ten nun die Vor­ar­bei­ten.

Warum ist die Abzweigstelle überhaupt notwendig?

Der RE 2 fährt der­zeit von Duis­burg bis nach Es­sen über die Schie­nen der Fern­bahn. Die­se Stre­cke ist aber deut­lich stär­ker aus­ge­las­tet als die der S-​Bahn. Um die en­ge Takt­dich­te des RRX rea­li­sie­ren zu kön­nen und den Fern­ver­kehr auf die­sem Stre­cken­ab­schnitt zu ent­las­ten, soll die Li­nie mit In­be­trieb­nah­me des RRX des­halb wei­test­ge­hend über die Schie­nen der S-​Bahn ge­führt wer­den. Doch das ist nur zwi­schen Duis­burg und Mül­heim mög­lich, weil das eng ge­tak­te­te S-​Bahn-​Sys­tem ab der Es­se­ner Stadt­gren­ze kei­ne an­de­ren Zü­ge mehr auf­neh­men kann. Da­her ist zwi­schen Mül­heim und Es­sen ein Wech­sel auf das Fern­gleis not­wen­dig.

Steigerung der Effizienz und Leistungsfähigkeit

Ziel der neu­en Ab­zweig­stel­le in Mül­heim ist es, den Schie­nen­ver­kehr in Zu­kunft zu­ver­läs­si­ger und ef­fi­zi­en­ter zu ma­chen. Dar­auf zahlt auch das neue elek­tro­ni­sche Stell­werk in Duis­burg ein, das die heu­ti­gen Stell­wer­ke in Mül­heim-​Styrum und Es­sen West in Zu­kunft nach Ab­schluss der zwei­ten Bau­stu­fe er­set­zen wird. Die di­gi­ta­le Leit-​ und Si­che­rungs­tech­nik stei­gert die Leis­tungs­fä­hig­keit des Schie­nen­net­zes und er­mög­licht ei­nen au­to­ma­ti­sier­ten Be­triebs­ab­lauf. Da­von pro­fi­tiert auch der RRX.

Be­vor all die­se Vor­tei­le zum Tra­gen kom­men, sind Bau­maß­nah­men er­for­der­lich, die auch vor­über­ge­hen­de Ein­schrän­kun­gen im Bahn­be­trieb zur Fol­ge ha­ben. Der Ein­bau der vier Wei­chen für die neue Ab­zweig­stel­le er­folgt im kom­men­den Jahr. Um die Aus­wir­kun­gen auf den Be­trieb so ge­ring wie mög­lich zu hal­ten, fin­den die Ar­bei­ten zeit­gleich mit vie­len an­de­ren Bau­pro­jek­ten der Deut­schen Bahn auf die­sem Stre­cken­ab­schnitt statt.

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