FAQ

Häufig gestellte Fragen

In unseren FAQ haben wir Informationen zu besonders häufig gestellten Fragen rund um den RRX zusammengestellt. Die Inhalte werden regelmäßig aktualisiert und an neue Entwicklungen im Projekt angepasst.

Fahrzeug

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1. Sind die Fahrzeuge barrierefrei?

Alle Wagen der RRX-Fahrzeuge bieten einen niveaugleichen Einstieg zur Bahnsteigkante und ermöglichen im Regelbetrieb damit einen barrierefreien Zugang vom Bahnsteig. Die stufenlosen Ein- und Ausstiege erleichtern zusammen mit den breiten Türen und großzügig geschnittenen Einstiegsräumen den Fahrgastwechsel. Darüber hinaus sind die beiden Endwagen je Zug speziell auf die Belange von Fahrgästen mit Rollstuhl, Kinderwagen und Fahrrädern ausgerichtet: Neben drei Rollstuhlplätzen und ausreichend Platz für Kinderwagen und Fahrräder befindet sich hier eine große Universaltoilette. Sie erfüllt die Norm für ein hindernisfreies Reisen festlegt. Für sinnesbehinderte Menschen werden in den Fahrzeugen taktile Hilfen wie sowie eine visuelle und akustische Fahrgastinformation angeboten. Zusätzlich wird auch an den Bahnhöfen in die Barrierefreiheit investiert. (s. Bahnhöfe, Frage 1).

2. Können im Fahrzeug Fahrräder mitgenommen werden?

Die RRX-Fahrzeuge verfügen über jeweils drei Mehrzweckabteile mit Abstellmöglichkeiten für insgesamt 18 Fahrräder. Somit können pro Zug bis zu 54 Fahrräder transportiert werden, wenn der Platz nicht für Kinderwagen oder Rollstühle benötigt wird.

3. Wie viele Sitzplätze hat ein Zug?

Die neuen RRX-Fahrzeuge bestehen aus zwei einstöckigen End- und zwei doppelstöckigen Mittelwagen mit insgesamt 400 Sitzplätzen. Der RRX fährt fast ausschließlich in Doppeltraktion, also bestehend aus zwei RRX-Zügen, und bietet damit 800 Sitzplätze im Regelbetrieb.

4. Wer stellt den Zug her?

Hersteller der Fahrzeuge ist Siemens. Die Abteilung Mobility als Mobilitätssparte der Siemens AG ist mit der Lieferung der Züge und der Wartung über einen Zeitraum von 32 Jahren beauftragt. Die Fahrzeuge werden in den Siemens-Werken in Krefeld (Endwagen) und Wien (Mittelwagen) gebaut. Für die Instandhaltung errichtet das Unternehmen ein neues Depot in Dortmund.

5. Wie viele Fahrzeuge gibt es?

Siemens baut insgesamt 82 Fahrzeuge vom Typ Desiro HC, die ab Ende 2018 nach und nach ausgeliefert werden und ihren Betrieb aufnehmen.

6. Welche Komfortmerkmale haben die Züge?

Die RRX-Fahrzeuge verbessern den Reisekomfort im Regionalverkehr in Nordrhein-Westfalen. Fahrgäste können im Regelbetrieb an allen Türen niveaugleich ein- und aussteigen. In den Fahrzeugen finden sie Steckdosen und Leseleuchten vor. Neuartige Scheiben sorgen für einen verbesserten Mobilfunkempfang, zudem gibt es einen kostenlosen Internetzugang über WLAN. Für die Fahrgastinformation sind große Monitore vorgesehen. Eine transparente und übersichtliche Gestaltung sowie vollständige Videoüberwachung verbessern das Sicherheitsgefühl der Reisenden. Darüber hinaus ist der Geräuschpegel in den Fahrzeugen und für die Umgebung geringer.

Linienführung und Betrieb

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1. Wer fährt die neuen Züge?

Die Betreiber des RRX-Vorlaufbetriebes sind die National Express Rail GmbH und die Abellio Rail NRW GmbH. National Express übernimmt die heutigen Linien RE 4, RE 5 und RE 6. Abellio ist für die Linien RE 1 und RE 11 zuständig.

2. Ab wann fahren die neuen Züge?

Die neuen RRX-Fahrzeuge gehen ab Ende 2018 nach und nach auf die Strecke.

3. Wie viele RRX-Linien wird es geben?

Das gegenwärtige Zielkonzept sieht sieben RRX-Linien vor.

Die Linienführung und Haltepunkte finden Sie hier.

4. Benötige ich für den RRX ein besonderes Ticket?

Für den RRX gelten die gleichen tariflichen Regelungen, wie für die heutigen RE-Züge. Der RRX kann somit ohne Aufpreis zum Nahverkehrstarif genutzt werden. Es gelten also innerhalb der Verkehrsverbünde die jeweiligen Tickets des Verbundes. Über die Verbundgrenze hinaus gelten der NRW-Tarif sowie die Sondertickets wie Schönes-Wochenende-Ticket oder das Studententicket.

5. Wie wurden die RRX-Halte festgelegt?

Die Festlegung der RRX-Halte und des Linienkonzeptes erfolgte 2006 durch Gutachter im Auftrag des Verkehrsministeriums des Bundes. Eine Fortschreibung des RRX-Konzeptes fand zuletzt im Rahmen der Aufstellung des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) 2030 bzw. im Gesetzgebungsverfahren zum Bundeschienenwegeausbaugesetz (BSWAG) statt.

Eine ausführliche Darstellung des Betriebskonzepts finden Sie hier.

Den aktuellen Stand der Planung finden Sie hier.

6. Wohin fahren die einzelnen RRX-Linien?

Das RRX-Zielkonzept umfasst folgende sieben Linien.

RRX 1: Aachen – Köln – Düsseldorf – Essen – Dortmund

RRX 2: Aachen – Köln – Düsseldorf – Essen – Dortmund – Hamm – Paderborn – Kassel

RRX 3: Köln/Bonn Flughafen – Neuss – Düsseldorf – Gelsenkirchen – Dortmund – Hamm (Teil des RRX-Konzeptes, aber nicht von RRX-Fahrzeugen befahren da auf diesen Strecken langfristige Verträge für den Betrieb gelten)

RRX 4: Koblenz – Köln – Düsseldorf – Essen – Dortmund – Hamm – Bielefeld

RRX 5: Düsseldorf – Duisburg – Oberhausen – Wesel

RRX 6: Koblenz – Köln – Düsseldorf – Essen – Dortmund – Hamm – Bielefeld – Minden

RRX 7: Düsseldorf – Duisburg – Essen – Gelsenkirchen – Münster (Teil des RRX-Konzeptes, aber nicht von RRX-Fahrzeugen befahren da auf diesen Strecken langfristige Verträge für den Betrieb gelten)

Sie werden die Metropolen des Landes nach dem Aus- und Umbau der Infrastruktur verbinden. Dabei soll auf der Kernstrecke des RRX zwischen Köln und Dortmund ein 15-Minuten-Takt realisiert werden. Über die Endpunkte der einzelnen Linien außerhalb des Kernnetzes sind von fast allen Landesteilen umsteigefreie Verbindungen zur Rhein-Ruhr-Achse möglich.

Wo der RRX in Zukunft halten wird, sehen Sie hier.

Im sogenannten Vorlaufbetrieb gehen ab Dezember 2018 erste Fahrzeuge auf den Linien in den Betrieb.

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

7. Was sind die Außenäste des RRX?

Die Kernstrecke des RRX verläuft zwischen Köln und Dortmund. Die einzelnen Linien des RRX werden von Köln und Dortmund aber noch in andere Landesteile und teilweise sogar in die benachbarten Bundesländer weitergeführt, der aktuellen Planung zufolge nach Aachen, Koblenz, Wesel, Münster, Minden, Bielefeld und Kassel.

Diese weiterführenden Strecken werden als Außenäste bezeichnet. Damit auch die Stationen an den Außenästen künftig reibungslos angefahren werden können und barrierefrei sind, investieren das Land NRW, die Deutsche Bahn und die drei Aufgabenträger für den Schienenpersonenverkehr in NRW nach Abschluss der Finanzierungsvereinbarung zur Erstellung der Planung im Jahr 2016 weit über 150 Millionen Euro in den Ausbau der Stationen.

8. Wird der Zugverkehr durch den RRX zuverlässiger?

Der Zugverkehr soll durch den Ausbau der Schieneninfrastruktur auf der Kernstrecke zuverlässiger werden. Bislang teilen sich Regional-, Fern- und Güterverkehr vielerorts die Gleise. Für den RRX werden auf vielen Streckenabschnitten zusätzliche Gleise verlegt, was die Trennung schnellerer und langsamerer Verkehre ermöglicht. Künftig teilen sich der Fernverkehr und der RRX sowie die S-Bahn und abschnittsweise der Güterverkehr je zwei Gleise. Auf dem sechsgleisigen Abschnitt zwischen Düsseldorf und Duisburg stehen dem Fernverkehr, dem RRX sowie der S-Bahn sogar je zwei eigene Gleise zur Verfügung, so dass der schnelle Fernverkehr den übrigen Verkehr konfliktfrei überholen kann. Neben dem Ausbau der Schienenwege soll auch die verbesserte Einstiegssituation für mehr Zuverlässigkeit beitragen. Durch den stufenlosen Ein- und Ausstieg der Fahrgäste sowie die großzügigen Einstiegsbereiche beschleunigt sich der Fahrgastwechsel. Zudem sollen Optimierungen bei der Wartung der Fahrzeuge die Zuverlässigkeit des Zugverkehrs verbessern: Um eine hohe Verfügbarkeit der Züge zu garantieren, verwendet der Hersteller Siemens modernste Diagnose- und Analysesysteme. Dadurch sollen Fehler schon vor ihrem Auftreten erkannt und behoben werden.

Bahnhöfe

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1. Werden die Bahnhöfe für den RRX umgebaut?

Im Zuge der von Land, Deutscher Bahn und den Aufgabenträgern initiierten und umgesetzten Bahnhofsmodernisierung erhalten viele Bahnhöfe und Stationen in Nordrhein-Westfalen ein neues Gesicht – im Rahmen der Planung an den Außenästen werden 56 Stationen ausgebaut.

2. Welche Veränderungen wird es an den Bahnhöfen geben?

Im Rahmen der Baumaßnahmen werden die betroffenen Bahnsteighöhen und -längen angepasst, um zuverlässigen Betrieb und einen niveaugleichen Ein- und Ausstieg zu ermöglichen. Darüber hinaus erfolgen entsprechende Investitionen in die Barrierefreiheit, zum Beispiel durch neue Aufzüge und taktile Leitstreifen für Menschen mit Sehbehinderung. Auch die Aufenthaltsqualität an den betroffenen Bahnsteigen wird verbessert, etwa durch Optimierungen bei Bodenbelag, Wetterschutz, Beleuchtung und Fahrgastinformation.

Infrastruktur

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1. Fährt der RRX auf einem eigenen Gleis?

Für den RRX werden auf vielen Streckenabschnitten zusätzliche Gleise verlegt und die Verkehre zwischen Köln und Dortmund neu sortiert. So können schnellere und langsame Verkehre künftig besser voneinander getrennt werden. Der Fernverkehr und der RRX sowie die S-Bahn und abschnittsweise der Güterverkehr teilen sich je zwei Gleise. Auf dem sechsgleisigen Abschnitt zwischen Düsseldorf und Duisburg stehen dem Fernverkehr, dem RRX sowie der S-Bahn sogar je zwei eigene Gleise zur Verfügung. Das sorgt dafür, dass der schnelle Fernverkehr den übrigen Verkehr konfliktfrei überholen kann.

2. Wie läuft der Infrastrukturausbau ab?

Grundlage für alle Baumaßnahmen sind Planfeststellungsverfahren.

Den Ablauf und die Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung finden Sie hier.

Die Planfeststellungsverfahren zum RRX sind unterschiedlich weit fortgeschritten. Für einige Abschnitte besteht bereits Baurecht. Nähere Informationen zu den Planfeststellungsbereichen und dem aktuellen Stand der Verfahren gibt es hier.

Bahnprojekte wie der RRX sind aufgrund ihrer Komplexität erklärungsbedürftig. Anwohner können sich mit ihren Fragen und Einwänden direkt an den Bauherren wenden und Termine für Besprechungen in den Büroräumen der DB als auch für Treffen vor Ort vereinbaren. Die Kontaktdaten sowie weitere Informationen sind hier zu finden.

3. Welche Um- und Ausbaumaßnahmen werden durchgeführt?

Um die angestrebte dichte Taktung des RRX zu realisieren, ist ein umfangreicher Um- und Ausbau der Schieneninfrastruktur erforderlich: Die Strecke zwischen Köln-Mülheim und Düsseldorf-Benrath wird durchgehend auf vier Gleise vervollständigt. Im Anschluss erfolgt der sechsgleisige Ausbau von Düsseldorf-Benrath bis Duisburg Hbf. Darüber hinaus sind punktuelle Maßnahmen zwischen Duisburg und Dortmund sowie umfangreiche Anpassungen der Gleisinfrastruktur im Knoten Dortmund geplant. Informationen zu den geplanten Arbeiten und dem aktuellen Stand gibt es hier.

Lärmschutz

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1. Wird es Schallschutz entlang der Strecke geben?

Die Deutsche Bahn arbeitet daran, Schallemissionen beim RRX zu minimieren. Grundlage für den Schallschutz sind die Vorschriften des Bundes-Immissionsschutzgesetzes. Danach haben Anwohner an Neu- und Ausbaustrecken einen Anspruch auf Schallschutzmaßnahmen, wenn bestimmte Grenzwerte überschritten werden. In Schallgutachten zu den einzelnen Streckenabschnitten, die unabhängige Gutachter erstellen, werden die Schallimmissionswerte und die Veränderungen durch Schallschutzmaßnahmen errechnet. Die Berechnungen basieren auf den aktuellen Verkehrsprognosen, die dem Bundesverkehrswegeplan 2030 zugrunde liegen. Bei vorhandenen Strecken bzw. an Streckenabschnitten ohne wesentliche Änderungen besteht kein Anspruch auf zusätzlichen Schallschutz, hier können ggf. über das freiwillige Lärmsanierungsprogramm des Bundes Schutzmaßnahmen finanziert werden. Im Kernbereich des RRX wird sich die Schallsituation im Vergleich zu heute wegen der einzuplanenden Schallschutzmaßnahmen in vielen Streckenabschnitten deutlich verbessern. Mehr Informationen zum Schallschutz beim RRX gibt es hier.

2. Welche Schallschutzmaßnahmen gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man beim Schallschutz zwischen aktiven und passiven Maßnahmen. Aktive Schallschutzmaßnahmen wirken direkt an der Quelle oder am Ausbreitungsweg des Schalls, passive Maßnahmen dort, wo der Schall ankommt. Beim aktiven Schallschutz kommen in der Regel hochabsorbierende Schallschutzwände zum Einsatz. Für die Vermeidung an der Quelle ist wiederum eine glatte Oberfläche der Schienen eine wichtige Voraussetzung. Darum werden die Schallschutzmaßnahmen in bestimmten Streckenabschnitten durch das „Besonders überwachte Gleis“ ergänzt: Dabei überprüft ein Schallmesszug regelmäßig den Zustand der Schienenoberflächen auf ihren akustischen Zustand. Überschreiten die gemessenen Werte die Vorgaben, wird die Oberfläche der Schienenköpfe geschliffen. Das sorgt für eine dauerhafte Verbesserung. Kann aktiver Schallschutz z. B. aufgrund der örtlichen Situation nur teilweise oder gar nicht realisiert werden oder reicht die Wirkung nicht aus, kommt passiver Schallschutz zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um Verbesserungen an Gebäuden, die eine Einhaltung der deutlich niedrigeren Grenzwerte in Innenräumen ermöglichen – zum Beispiel durch Schallschutzfenster, Dämmung von Außenwänden und Dächern oder schallgedämpfte Lüfter. Mehr Informationen zum Schallschutz beim RRX gibt es hier.